4,8 Millionen Büroarbeitsplätze mangelhaft

Wenn der Rücken und die Augen schmerzen

Immer noch müssen rund 4.8 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Tätigkeiten auf schlechten Bürodrehstühlen und an mangelhaftem Mobiliar nachgehen. Das war das Ergebnis einer Zielgruppenbefragung, die das Deutsche Büromöbelforum jetzt zum vierten Mal durchführen ließ.

Bei rund 88 Prozent der analysierten Arbeitsplätze wurden Mängel festgestellt. So befanden sich viele Bildschirme nicht in der richtigen Höhe (74 Prozent) oder Arbeitstisch und Arbeitsstuhl ließen sich nicht den Anforderungen gemäß einstellen. Dabei ist Abhilfe oft ohne großen Aufwand möglich.



Für „Dauersitzer” ist dynamisches Sitzen angesagt. Darunter versteht man den Wechsel zwischen vorderer, mittlerer und hinterer Sitzhaltung.

Stillsitzen ist “out”

Gegen Verspannungen und Rückenleiden hilft oft schon eine ganz einfache Regel. Nicht so lange stillsitzen. All es was nicht im Sitzen erledigt werd en muss, macht man besser im Stehen zum Beispiel die Post öffnen oder telefonieren.

Wenn nach längerem Sitzen Arme, Nacken oder Rücken schmerzen, kann das auch an einer falschen Sitzposition liegen. Stellen Sie als erstes die Sitzfläche so hoch ein, dass Ihre Füße vollständig auf dem Boden aufsetzen und zwar bei waagerechten Oberschenkeln. Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel sollte etwa 110° betragen. Sitzen Sie dynamisch, das heißt wechseln Sie zwischen vorderer, mittlerer und hinterer viele Sitzhaltung.

 Wenn Sie über einen höhenverstellbaren Arbeitstisch verfügen, ist er auf die optimale höhe ein­gestellt, wenn der Winkel zwischen Ober- und Unterarm etwa 90° beträgt und die Unterarme waagerecht zur Tastatur gehalten werden können. An einem nicht höhenverstellbaren Arbeitstisch kann eine Fußstütze für den Ausgleich zwischen Tischhöhe und Fußboden sorgen. Vor allem kleine Personen benötigen eine Fußstütze, um die Füße ganzflächig auf dem Boden aufzusetzen und damit ergonomisch zu sitzen.

Entlasten Sie Ihre Hände

Stellen Sie die Tastatur etwa 5 bis 10 cm von der Tischkante entfernt direkt vor sich auf und nutzen Sie die Fläche zum Auflegen der Handballen. Unterarme und Hände sollten eine waagerechte Linie bilden.

Bildschirmarbeit ist Stress für die Augen

Bei Bildschirmarbeit leisten die Augen Schwerstarbeit. Wenn Sie sechs Stunden vor dem Bildschirm sitzen, wechselt Ihr Blick tausende Mal zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor
hin und her.

Dabei müssen sich die Augen ständig unterschiedlichen Entfernungen, Helligkeiten und Kontrasten anpassen. Durch den konzentrierten Blick auf den Bildschirm reduziert sich der Lidschlag, die Folge sind oft trockene Augen.

Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßig Pausen. Schauen Sie etwa alle zehn Minuten kurz zum Fenster hinaus und blinzeln Sie immer wieder ganz bewusst. Daneben sollten Sie speziell in der Heizperiode für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Büro sorgen. Dies können Sie beispielsweise durch die Aufstellung einiger Zimmerpflanzen erreichen. Lassen Sie regelmäßig Ihre Sehfähigkeit überprüfen. Zu schwache oder nicht richtig angepasste Sehhilfen begünstigen Augenprobleme bei Bildschirmarbeiterinnen und -arbeitern.

 

Rckenschule

FRAMM
36-Jahre